Der längste Deal - canco176 - AustralienEs war der zehnte Tag, an dem ich bei eBay meine Sammlungen in Einzelstücken zu Versteigerungen einstellte. In vielerlei Hinsicht noch unerfahren aber begierig, Erkenntnisse und Stories zu sammeln. Daß sich ausgerechnet aus einer der ersten Auktionen eine Geschichte ergeben würde, die unter die Headline "Der längste Deal" gereiht werden würde, konnte ich damals nicht erahnen. Es handelte sich um den ersten Gegenstand, den ein Bieter aus Australien ersteigerte. Das muß man sich einmal vorstellen: Da hast Du selbst einen Gegenstand fast zwanzig Jahre, der Dich von A nach B begleitete und dann geht er rund um den Globus und findet einen neuen Besitzer, der ihn im Internet ersteigert und begeistert davon berichtet, daß er das Original-Gegenstück dazu hat. Es handelte sich um einen Originalprospekt eines Fiat 1500 E aus dem Jahre 1949 und canco176 hatte das Auto und wollte diese Unterlage als Vorlage dazu verwenden, die Restaurierungsarbeiten zu unterstützen. Ich selbst hatte diesen Artikel mit zahlreichen anderen in den 80er Jahren geschenkt bekommen und damals zu meinen anderen Sammlungen hinzugefügt und die dann fortgeführt.
Die Versandkosten wurden berechnet und canco176 dann übermittelt. Am 19. Oktober 2001 war Auktionsende und am gleichen Tage erhielt er die Kontaktmail. Es waren in Summe etwa 20 e-Mails, die den Datenhighway zwischen Australien und Deutschland auf sich nahmen. Aber es kam keine Zahlung. Als ich im Dezember versuchte Gebühren rückerstattet zu bekommen, lernte ich erst einmal das System von dieser Seite her kennen: Natürlich waren die Fristen längst abgelaufen. Aber ich war beharrlich, dennoch vertröstete mich canco176 und als er mir mitteilte, daß er nur sporadisch in die Stadt käme, da er eine Ranch hätte, sah ich mich schon im Geiste mit ihm gemeinsam durch die Prärie jagen. Nach Jahreswechsel, trotz mehrfacher Zahlungszusage, kam kein Geld. Am 24. Jänner sah ich mich dann trotz des gemeinsamen geistigen Ausrittes veranlaßt, eine negative Bewertung abzugeben. Da war dann jedoch relativ rasch eine schriftliche Reaktion da und Anfang Februar dann das Geld. Vom Auktionsende bis zum Einlangen des Geldes vergingen genau 120 Tage und der Bewertung wurde dann der Kommentar der Durchführung der Bezahlung beigefügt.
© Copyright 2007 by W. E. GLÖCKEL - alle Rechte vorbehalten |
Enthusiasten Schicksal Geldverlust Lesen im Überflug Kontakt e-Mail Unseriöser Verlauf Ausbruch Anonymität Zahlungsverzug Angekündigte Verzögerung Verpackungstip Der längste Deal Dank ww007 Abzocke Sie haben Post Datenklau Es geht auch anders Länderdifferenzen Kein Heimvorteil I Kein Heimvorteil II Aufmerksamkeit Versandtips Historisches Zahlungsmittel Verspätung Problematischer Schriftverkehr Hausbesuche Aufgabe des Geschäftsfalles Nichtzahler Massen-e-Mail Unfreundlichkeit Namensauffälligkeiten Glanz der Geschichte Aus Alt wird Neu Versteigerungsabbruch Zerknautschtes Mitglied Japans Post |
|