Gebührenabwälzung & Abzocke - sleipnir88 - DeutschlandEs war ein Computerzubehörteil, der von dem Auktionär angeboten wurde: Ein sogenanntes Kartenlesegerät im Rahmen einer Powerauktion, wo gleichzeitig 40 Stück zur Verfügung standen. Nicht nur, daß mich das Gerät interessierte, war es auch ein willkommener Anlaß sich an einer Auktion als Käufer zu beteiligen, in der die eBay-Gebühren auf den Käufer abgewälzt werden. Die Versandkosten aus verständlichen Gründen, wobei die Höhe mit 3,50 Euro nach ihrer Berechtigung überprüft werden sollte. Mit Abgabe des Grundgebotes von 21,- Euro bekam ich den Zuschlag und nach Versteigerungsende die Kontaktdaten via eBay, wo die e-Mail-Adresse des Verkäufers mit einer gmx.de Domain übermittelt wurde. Kurz darauf langte ein Schreiben des Anbieters - jedoch mit einer anders lautenden Domain ein, hinter der sich ein virtueller Shop verbarg, der mit solchen Gerätschaften handelte. In seiner Zuschrift ersuchte er alle Bieter, die einen Zuschlag erhielten, den Betrag von 27,- Euro auf angeführtes Konto zu überweisen. Nun kam die Rechenaufgabe, bei der ich das Höchstgebot von 21,- Euro zuzüglich 3,50 Euro für den Versand sowie die eBay-Gebühren versuchte zusammen zu stellen. Nach mehrmaliger Urgenz meiner Anfrage wegen der Forderung von 27,- Euro an beide e-Mail-Adressen kam dann die Nachricht, daß sich der Betrag wie folgt ergeben würde:
Wenn man bei eBay die Powerauktion zu den gleichlautenden Eckdaten eingibt, dann errechnet das System für 40 Artikel zu diesem Preis eine Einstellgebühr in Höhe von 2,40 Euro, jedoch für alle 40 Exemplare, was umgerechnet 6 Cent pro Artikel ergibt. Die Verkaufsprovision bei einem Auktionsergebnis von 21,- Euro wurde pro Artikel mit 4 % berechnet, dies entspricht 0,84 Euro. Somit wäre eine Gesamtsumme von 25,40 Euro entstanden. Von mir hat er jedoch 26,64 Euro kassiert und von den übrigen 15 Erwerbern sehr wahrscheinlich die gesamte Summe. Im Klartext hat er durch falsche Darlegung der Gebühren ein illegales Körberlgeld von 24,- Euro erwirtschaftet. Wenn wir zusätzlich noch das Kuvert betrachten, bei dem es sich weder um ein gepolstertes noch kartonverstärktes gehandelt hat und mit einer Briefmarke zu 2,25 Euro versehen war, bleibt auch hier noch ein Rest zu den geforderten 3,50 Euro von mindestens 70 Cent, mal 16 Verkäufen. Alles in allem hat sleipnir88 alleine bei dieser Auktion die Bieter mit 36,44 Euro über den Tisch gezogen, keinerlei Kosten bei der Auktion selbst getragen und auch somit kein Risiko gehabt. Die für ihn verbliebene Einstellgebühr für die nichtverkauften 24 Kartenleser mit 1,44 Euro konnte er somit leicht verkraften.
Auf der Zieladresse der Domäne, wo zuvor Computerzubehör angeboten wurde, besteht nunmehr die Verlinkung zu einer Seite, die andere Dienste anbietet. Was den Kartenleser betrifft, den muß ich für jeden Gebrauch am PC anstecken. Wenn ich ihn dort belasse, dann fährt mir das System den PC nach jedem Abschalten gleich automatisch wieder hoch. Aber das kann zugegebenermaßen an einer Konfigurationseinstellung liegen.
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